Eine halbe Million Personen leiden laut Schätzungen in der Schweiz an Inkontinenz, das heisst, sind nicht in der Lage, willentlich Urin bzw. Stuhl zurückzuhalten. Dank Medizintechnik gibt es eine Vielfalt an Inkontinenz- und Stomaprodukten, die es Betroffenen erlauben, im Erwerbsleben zu bleiben und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Inkontinenz ist ein wachsendes Problem einer alternden Gesellschaft. Blasenschwäche und Stuhlinkontinenz zählen zu den häufigsten Ursachen für die kostenintensive Betreuung betagter Menschen in Alten- und Pflegeheimen. Eine bedarfsgerechte und möglichst individuelle Versorgung betroffener Menschen ist schon allein aus Kostengesichtspunkten angezeigt. Die Realität sieht anders aus: Patientinnen und Patienten sind in der Wahl des Leistungserbringers und Produkts häufig eingeschränkt.