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Fachgruppe Industrie
Den Medtech-Standort Schweiz stärken
Neben dem starken Schweizerfranken schmälern ungewisse steuerliche Rahmenbedingungen und der sich verschärfende Fachkräftemangel zusehends die Attraktivität des Heimmarkts und die internationale Wettbewerbskraft der Medtech-Branche. Die Fachgruppe Industrie setzt sich für einen attraktiven Werk-, Forschungs- und Bildungsplatz Schweiz ein.
Bildquelle: Ypsomed
Bildquelle: Ypsomed

Noch profitiert die hiesige Medtech-Branche von den klassischen Schweizer Standortstärken wie Premium-Technologien, einem hohen Qualitätsstandard, einer breiten Wissens- und Innovations-Basis sowie erstklassigen Hochschulen und Forschungsinstitutionen. Doch die Rahmenbedingungen verschlechtern sich laufend: Von der Frankenstärke sind vor allem die exportierenden Unternehmen betroffen. Die Ablehnung der Unternehmenssteuerreform III durch das Schweizer Volk führt zu einer Planungs- und Investitionsunsicherheit bei Medtech-Konzernen und -KMU. Hier besteht Handlungsbedarf, um eine Abwanderung der Industrie zu verhindern.

Diese Unsicherheitsfaktoren wirken sich negativ auf die bilateralen Verhandlungen und Abkommen mit der EU aus, erschweren u.a. den Zugang zu hochqualifizierten ausländischen Spezialisten und Forschungsprojekten. Und im Zuge der Einführung der beiden EU-Neuregulierungen für Medizinprodukte (MDR) sowie In-vitro-Diagnostika (IVDR) ist die fristgerechte Angleichung des gegenseitigen Konformitätsabkommens (Mutual Recognition Agreement, MRA) mit der EU wichtige Voraussetzung für den freien Warenverkehr.

Für zügige Steuerreform und freien Fachkräftezugang

Bei solchen und anderen Knackpunkten setzt die Industriekommission an: Vertreter führender Medtech-Unternehmen engagieren sich unter der Leitung von Simon Michel (CEO Ypsomed) zusammen mit Partnern für einen weiterhin attraktiven Werk-, Forschungs- sowie Bildungsplatz Schweiz. Im Fokus stehen die Information und Unterstützung der Mitgliedsfirmen bei der äusserst aufwändigen Implementierung von MDR/IVDR, beim Abbau von Handelshemmnissen, bei der Wiederaufnahme und Revision der Unternehmenssteuerreform, beim freien Zugang zu Talenten aus dem Ausland und bei der gezielten Innovationsförderung.

Dazu arbeitet die Kommission mit Politik und Verbänden wie economiesuisse zusammen, vertritt die Industrie bei Wirtschaftsmissionen und -gesprächen des SECO/Bundesrates und begleitet die Umsetzung des Masterplans vom BR zur Stärkung des Standorts für biomedizinische Forschung und Technologie.

Fachgruppe Informationen

Ziele

  • Stärkung des Werk-, Forschungs- sowie Bildungsplatzes Schweiz für die Medtech-Branche;
  • Abbau von Handelshemmnissen und Förderung des freien Warenverkehrs mit der EU;
  • Definition und Verbreitung von Best Practices für Hersteller und Zulieferbetriebe.

Aktivitäten

  • Unterstützung der Medtech-Firmen bei der Implementierung von MDR/IVDR;
  • Begleitung der Umsetzung des Masterplans vom Bundesrat zur Stärkung der biomedizinischen Forschung und Technologie;
  • Durchführung von Anlässen zum Wissensaustausch für Hersteller und Zulieferbetriebe;
  • Zusammenarbeit mit Politik und Verbänden wie economiesuisse bei Themen wie Steuerreform, Brexit, TTIP und dem Abbau von nichttarifären Handelshemmnissen;
  • Vertretung der Industrie bei Wirtschaftsmissionen und -gesprächen des SECO/Bundesrates

Organisation

  • bis zu 9 Mitglieder
  • Leitung: Simon Michel (CEO Ypsomed)

Kontakt

Swiss Medtech - Geschäftsstelle